); ga('send', 'pageview');
Benno Herzog
Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 14(2), Art. 19
Publication year: 2013

Zusammenfassung

Der Begriff der sozialen Exklusion ist im letzten Jahrzehnt zu einem Modebegriff in den europäischen Sozialwissenschaften geworden. Allerdings hat der Begriff auch eine Reihe bedeutender Kritiken hervorgerufen, die seine Nutzung problematisch machen.

Ziel dieses Artikels ist es zum einen, mit dem Begriff der diskursiven Exklusion eine Konzeptualisierung von Exklusion zu unterbreiten, welche den theoretischen Anforderungen an einen soziologisch-analytischen Begriff gewachsen ist und zum anderen, methodische Hinweise zur Erforschung von Exklusionsprozessen zu bieten. Ich werde hierzu die drei emergenten Forschungsperspektiven der Diskursanalyse «nach dem Strukturalismus», der Dispositivanalyse, und der wissenssoziologischen Diskursanalyse vorstellen und jeweils danach fragen, welches Analysepotenzial von ihnen ausgeht, um soziale Exklusion soziologisch zu fassen. Dabei wird sich zeigen, dass jede dieser Perspektiven bestimmte Aspekte in den Vordergrund rückt, dabei aber wiederum andere vernachlässigt. Am Ende des Artikels werden Möglichkeiten einer Kombination der Ansätze diskutiert.